Vortrag auf der Mensch und Computer 2019 zur Messung von Affinität für Technikinteraktion

Eine Kurzskala zur Erfassung der Affinität zur Technikinteraktion

Bei der Entwicklung von Anwendungen muss der Mensch im Fokus stehen. Insbesondere bei der eigentlichen Verwendung kann es eine Rolle spielen, ob die Nutzer Technik eher zugeneigt sind (Freude an der Interaktion haben) oder die Interaktion mit der Technik eher vermeiden. Erstere werden sich vermutlich von sich aus mit Technik auseinander setzen und auch ohne Schulungen Kenntnisse und Fertigkeiten aufbauen, letztere müssen wahrscheinlich über gute Schulungsmaßnahmen an die Anwendungen herangeführt werden (für einen vertiefenden Hintergrund siehe diesen Beitrag bei produktbezogen.de oder die englische Website des Fragebogens unter ati-scale.org).

Aber wie kann man diese Affinität für Technikinteraktion (ATI) ökonomisch, aber gleichzeitig auch objektiv, reliabel und valide erfassen?

Daniel Wessel (JIL/Universität zu Lübeck), Christiane Attig (Universität Chemnitz) und Thomas Franke (Universität zu Lübeck) haben hierfür eine Kurzskala ihres ATI-Fragebogens entwickelt. Mit vier Items wird die Affinität für Technikinteraktion erfasst und kann zum besseren Verständnis der Nutzer bei der Produktentwicklung oder in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen genutzt werden. Sie ist in englischer und deutscher Sprache verfügbar.

Die Skala wurde auf der Konferenz “Mensch und Computer” 2019 in Hamburg vorgestellt. Sie besteht aus vier Items und ist eine gute Wahl, wenn aus ökonomischen Gründen die volle neun Item Skala nicht eingesetzt werden kann. Die ATI-Skala und die Kurzform ist auf ati-scale.org zum Download verfügbar.

Dieser Beitrag wurde nach Abschluss der Konferenz aktualisiert.

Vortragsphoto von Bengi Haid.

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Wenn Sie Interesse an der Erfassung von Nutzereigenschaften, insbesondere Technikaffinität, haben, wenden Sie sich bitte an .

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